Populärkultur

Populäre Musik und Videoclips

Neben konstanten Lehrangeboten und der Weiterentwicklung der aktuellen Forschungsansätze wurden von der Forschungsgruppe Forschungstreffen zum Themenbereich der Populären Musik durchgeführt.

Es ist geplant in Kooperation mit u.a. dem Zentrum für Populäre Kultur und Musik (ZPKM) in Freiburg/Brsg. und der Forschungsgruppe „Populäre Musik und Medien“ weitere Veranstaltungen auszurichten. Ein Ziel der Forschungsveranstaltungen war es, entlang des weitgefassten Audiovisionsbegriffs und der damit implizierten Gattungen und Genres einen multiperspektivischen Zugang zur Musik und ihren (sozialen) Bedeutungspotentialen zu eröffnen. In beiden Veranstaltungen wurde bewusst ein breites Spektrum an Arbeiten vorgestellt, um den teilnehmenden Personen verschiedene Erkenntnisse vorzulegen, die im Hinblick auf die eigene Forschungsarbeit helfen sollten, einen ungetrübten Blick auf Konzepte musikbezogener Intermedialität zu entwickeln. Im Verlauf des Forschungsworkshops wurde eine differenzierte Reflexion der unterschiedlichen Dimensionen von Musik und ihrer Funktion in den jeweiligen Mediengattungen und Genres sowie ihrer Rolle für die soziale Bedeutungskonstitution angestoßen. Der thematische Schwerpunkt bezog sich vor allem auf das Produkt selbst, ebenso wurden in diesem Zusammenhang Aspekte der Produktion behandelt.

„Populäre Musik, mediale Musik?“
11./12.06.2010, Seminar für Medienwissenschaft Basel

Die Forschungsveranstaltung legte den Fokus auf den Aspekt der medialen Einbindung von populärer Musik in audiovisuelle Formate. Im Zentrum des Interesses standen mediale Formate, Gattungen und Genres, welche die Themenfelder Audiovision und populäre Musik gleichermassen betreffen. So sind in diesem Zusammenhang zu nennen: Werbung, Action- und Musik-Computerspiele, Musiksoftware und Jazz. Ferner wurde ein vertiefender Blick auf das spezifische Verschränkungsverhältnis von Bild und Ton in den jeweiligen Medienformaten angestrebt. Auf dieser Grundlage wurde der globalen Frage nachgegangen, inwieweit an mediale Dispositive bestimmte Formen der visuellen Repräsentation von Ton gekoppelt sind. Der Forschungsworkshop des Jahres 2009 (s.u.) hat aufgezeigt, dass eine Vielzahl aussichtsreicher Ansätze zur Analyse und Interpretation populärer Musik besteht, gleichzeitig kann jedoch nicht übersehen werden, dass die disziplinspezifischen Perspektiven und Fragestellungen einander irritieren. Aus diesem Grund war für diese anschliessende Forschungstagung eine weitergehende Vermittlungsarbeit unter den Fachvertretern von Musik-, Medien und Kulturwissenschaft dringend geboten – und sie ist es nach wie vor.

Die Ergebnisse der Forschungstagung sind als Sammelband erschienen:

Populäre Musik, mediale Musik?Jost, Christofer/Klug, Daniel/Schmidt, Axel/Neumann-Braun, Klaus (Hg.) (2011): Populäre Musik, mediale Musik? Transdiziplinäre Beiträge zu den Medien populärer Musik (Short Cuts | Cross Media Band 3). Baden-Baden: Nomos.

 

 

Hier finden Sie das Programm der Forschungstagung 2010 (PDF).

 

„Die Bedeutung populärer Musik in audiovisuellen Formaten“
05./06.02.2009, Seminar für Medienwissenschaft Basel

Die Forschungsveranstaltung legte den Fokus auf den Aspekt der medialen Einbindung von populärer Musik in audiovisuelle Formate. Im Zentrum des Interesses stand die Auslotung der (sozialen) Bedeutungspotentiale populärer Musik. Die Frage, welche Rolle Musik für die Intermedialitätsforschung spielt, erscheint auf verschiedenen Ebenen virulent: Sie zeigt sich bspw. in der allgemeinen Unklarheit darüber, inwieweit Musik als Medium oder „Sprache“ im herkömmlichen Sinne, d.h. als Vermittler von Sinn, Bedeutung und Botschaften, angesehen werden kann, oder sie wird greifbar in der steten Aushandlung eines intermedialen Forschungsprofils, in dem sowohl musikwissenschaftliche als auch medienwissenschaftliche Methoden und Begriffe zum Tragen kommen, oder in der noch ausstehenden Entwicklung gegenstandsadäquater Beobachtungskriterien.

Aufgrund der tatsächlichen Kookkurrenz in audiovisuellen Formaten wird Musik zwangsläufig zum Gegenstand der Medien-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Der Audiovisionsbegriff bietet hiernach einen ersten Ansatzpunkt, Musik als vernetzten resp. vernetzenden Symbolträger zu begreifen. Entlang der semantischen Pole audio und vision erschließt sich, dass hier ein ästhetisches Grundprinzip des medialen Alltags gekennzeichnet wird, das als Hybridformel angelegt ist. Aus kulturwissenschaftlicher resp. -historischer Perspektive wird deutlich, dass sich parallel zur Ausdifferenzierung des populärmusikalischen Raums in den letzten 50 Jahren verschiedene audiovisuelle Formate entwickelt haben, die sich entweder in originärer Weise aus populärer Musik speisen (Videoclips, Computerspiele) oder deren ästhetisches Profil durch sie in grundlegender Weise modifiziert worden ist (Film, Werbung, Soaps). Es kann nunmehr davon ausgegangen werden, dass ein breites Spektrum an Mediengattungen und populärmusikalischen Genres vorliegt, in denen das Musikmaterial in disparater Weise erklingt. Für den Bereich der konkreten Intermedialitätsforschung ergibt sich damit jedoch das methodische Problem, wie die musikalische Materialstruktur angemessen aufzuschlüsseln und zu repräsentieren ist. Eine eindeutige Antwort hierauf erscheint u.a. durch den Umstand erschwert zu werden, dass die Musikwissenschaften für den speziellen Fall der populären Musik bislang kein Darstellungs- oder Analysemodell entwickelt haben, das der Materialität der selbigen Herr wird.

Die Ergebnisse der Forschungstagung sind als Sammelband erschienen:

Die Bedeutung populärer Musik in audiovisuellen FormatenJost, Christofer/Neumann-Braun, Klaus/Klug, Daniel/Schmidt, Axel (Hg.) (2009): Die Bedeutung populärer Musik in audiovisuellen Formaten (Short Cuts | Cross Media Band 1). Baden-Baden: Nomos.

 

 

 

Hier finden Sie das Programm der Forschungstagung 2009 (PDF).