Populärkultur

Reality-TV

Neben konstanten Lehrangeboten und der Weiterentwicklung der aktuellen Forschungsansätze, richtet die Forschungsgruppe regelmässige Forschungstreffen zum Themenbereich des Reality-TV aus.

Fernsehrealität und Scripted Reality. Perspektiven auf Produkt, Produktion und Rezeption

Workshop am Seminar für Medienwissenschaft

Freitag, 20.11.15

Der Workshop „Fernsehrealität und Scripted Reality. Perspektiven auf Produkt, Produktion und Rezeption“ widmet sich dem Themenkomplex sogenannter Scripted Reality-Formate als spezifischer Ausprägung des realitätsnahen Unterhaltungsfernsehens. Kennzeichnend für Scripted Reality-Sendungen ist, dass LaiendastellerInnen einem fiktionalen Drehbuch folgend alltagsnahe Situationen in inszenierter Weise darbieten, Kamera-stil und Ästhetik gleichen dabei jedoch der Präsentationsweise des dokumentarischen Reality-TV. Die im Workshop versammelten innovativen Forschungszugänge fokussieren das Sendungsprodukt, die Produktionsbedingungen, die Rezeptionsweisen und die crossmedialen Verknüpfen im Umfeld von Scripted Reality.

Ziel ist es, Scripted Reality durch diese unterschiedlichen methodischen Zugänge in seinen Ausprägungen und Reichweiten umfassend zu diskutieren und im Rahmen der Debatten über Fernsehrealität zu verorten. Zentrale Fragestellungen betreffen u.a. Formen des seriellen Erzählens über das Produkt hinaus, Strategien des Herstellens von Faktualität in der Produktion, Aneignungsmuster und Einschätzungen der Inszenierungsweisen in der Rezeption sowie begleitende Internetangebote und Medienkonvergenz.

Hier finden Sie das Programm des Workshops (PDF)

 

Nachwuchstagung „Arbeit am Alltag – Wie Reality-TV Fakten schafft!“ 23./24.11.2012, Seminar für Medienwissenschaft Basel Ein erstes Arbeitstreffen fand im Rahmen der Nachwuchstagung „Arbeit am Alltag – Wie Reality-TV Fakten schafft!“ am 23./24.11.2012 am Seminar für Medienwissenschaft Basel statt. Die Veranstaltung vom Seminar für Medienwissenschaft (Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun) in Kooperation mit dem Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Mannheim (Prof. Dr. Angela Keppler) organisiert und von Dr. Daniel Klug (Universität Basel), Dr. Anja Peltzer (Universität Mannheim) und PD Dr. Axel Schmidt (Institut für Deutsche Sprache, Mannheim) konzipiert. Zur Veranstaltung waren sieben ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis geladen, die zusammen mit den fünf OrganisatorInnen der Tagung im Rahmen dieser Verbindung aus Vorträgen und Workshops verschiedene Facetten zum Thema Reality-TV analysierten und diskutierten. Zentrale Fragen der Nachwuchstagung waren u.a., in welchen alltäglichen Situationen die Personen in Reality-TV-Formaten gezeigt werden und wie diese Situationen durch Redakteure und Produzenten vorstrukturiert und angeleitet werden (können), so dass Mischformen aus der Dokumentation des ‚echten Lebens‘ und dem Nachspielen vorgegebener, als ‚realistisch‘ empfundener Situationen entstehen. Der thematische Fokus auf Veränderungen des Alltags bzw. auf die Schaffung von Fakten durch Reality-TV-Sendungen ist dabei der Versuch ein Gegengewicht zu üblichen Betrachtungsweisen von Reality-TV als reinen Fernsehinszenierungen zu schaffen. Somit lehnte sich die Veranstaltung an einen der Hauptinteressenspunkte des hiesigen Forschungsschwerpunkts Reality-TV an und trug letztlich ihren Teil dazu bei, eine bisher vernachlässigte, aber für das Verständnis von Reality-TV äußerst bedeutsame Perspektive zu beleuchten, um sie so im wissenschaftlichen Diskurs sichtbar und für daran anschließende empirische Untersuchungen fruchtbar zu machen. Die These, das Reality-TV als Arbeit am Alltag verstanden werden könne, wurde innerhalb der Vorträge und Workshops aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert. Als ein wesentliches Ergebnis dieser Nachwuchstagung wurde die forschungsleitende Annahme bestätigt, dass es zukünftig nötig ist, vor allem die eigentümlichen Weisen zu untersuchen, in denen Reality-TV-Sendungen Realitäten schaffen. Hier finden Sie das Programm der Nachwuchstagung 2012 (PDF).